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Begonnen hat alles um 4 Uhr in der Früh im Jahr 1998 beim Weizenbier. Da vereinbarten sechs Musikanten eine erste Probe. Seitdem wurden unzählige daraus. Und weil die Musikanten dem Weizenbier, ihrer Musik und sich selber treu geblieben sind, versteht sich der Name "Waizenbläser" fast von selbst.

Die Waizenbläser, das sind Florian Groß mit der Steirischen Harminika - er ist Hauptschullehrer in Hartkirchen, unterreichtet aber auch Diatonische Harmonika an der dortigen Landesmusikschule. Des Weiteren gehört seine Frau Brigitte, angestellt bei der Raika in Waizenkirchen, zur Truppe. Sie sorgt mit der Harfe für den kräftigen und schmissigen Nachschlag. Zusammen mit ihrem Bruder Markus Offenzeller (Tuba), einem Mechatroniker, ist man um das richtige Tempo und den "Zwick" in der Musik bemüht. Ebenso mit von der Partie sind Gerald Bauerecker (Softwareentwickler) und Siegfried Doppler (Berufschullehrer), die schon eine halbe Ewigkeit miteinander spielen, und mit ihren Flügelhörnern den Ton angeben.
Fehlen nur noch Martin und Manfred Kapeller - die musikalischen Brüder aus dem Mühlviertel. Neben seiner Tätigkeit als Behindertenfachbetreuer sitzt der Klarinettist Martin halbe Nächte bei den Arrangements für die Waizenbläser. Manfred hingegen verbringt seine Nächte, wenn er nicht gerade Posaune spielt, als Diplomkrankenpfleger bei "den Lieseln" in Linz.

Mit Flügelhorn, Trompete und Posaune ergibt sich im Wechsel und Einklang mit der Klarinette jener charakteristische Sound, der an den Waizenbläsern besonders geschätzt wird.

Die siebenköpfige Tanzlmusi spielt traditionelle Tanzmusik aus dem ganzen Alpenland. Als Vorlage dienen Ihen Aufnahmen von alten Schallplatten, wie zum Beispiel der "Kapelle Kager" aus der Steiermark, Stücke der "Tiroler Kirchtagsmusi" oder der "Steirischen Blas". Aber auch aus Oberösterreichischen Quellen wird musiziert. Neben Stücken von Klaus Karl und Karl Dumfart, findet sich auch die eine oder andere Nummer aus eigener Feder im Repertoire.

Die Musikanten selbst beschreiben ihren Stil als ehrliche, alpenländische Volksmusik, die resch, flott und energiegeladen gespielt wird. "Das Schone an der Volksmusik ist, dass wir sie im Blut haben, dass sie von unseren Wurzeln kommt", sagen sie. Und nur weil sie einfach gestrickt ist,sei sie noch lange nicht einfach zu spielen, meinen sie weiter.

Aus: Vierteltakt März 2007, von Herbert Walter, aktualiesiert August 2011